Nahrungsmittel in Nordkorea angekommen! | Mission East Germany

Nahrungsmittel in Nordkorea angekommen!

Die ersten LKW´s mit Mais und Sojabohnen für über 12.000 Kinder, schwangere und stillende Frauen sind in Nordkorea eingetroffen! Die Lebensmittel stehen jetzt zur Verteilung in Kinderkrippen und Kindergärten bereit.
Etwa 10 Millionen Nordkoreaner*innen sind aufgrund von Dürre, Naturkatastrophen und den schwierigen landwirtschaftlichen Bedingungen chronisch unterernährt. Die Vereinten Nationen bestätigten Ende Februar, dass sich Nordkorea in einer Nahrungsmittelkrise befindet und auf Hilfe von außen angewiesen ist.
Vor allem Kleinkinder sind durch die Situation gefährdet, da sie sich noch im Wachstum befinden und die Mangelernährung dauerhafte und schwerwiegende Folgen für ihre körperliche und geistige Entwicklung haben kann.
Deswegen hat Mission East Nothilfemaßnahmen für Kinderkrippen und Kindergärten, sowie für schwangere und stillende Frauen getroffen. Das bedeutet 384 Tonnen Mais und 28 Tonnen Sojabohnen, die mit LKW´s von China in die Bezirke Chonnae und Phangyo transportiert werden. Dort werden sie jetzt in 134 Kindertagesstätten und Kindergärten an Kinder unter 6 Jahren und an 3.475 schwangere und stillende Mütter verteilt.
Die Nahrungsmittelhilfe konnten wir durch private Spenden der letzten Monate, die auf den Spendenaufruf Ende Februar folgten, sowie mit flexiblen Fonds, die für akute Notsituationen wie die in Nordkorea zur Verfügung stehen, realisieren. Mission East versucht die Bevölkerung bis zur nächsten Ernte mit weiteren Lebensmitteltransporten zu unterstützen und ist bis dahin auf weitere Spenden angewiesen.
Nun sind die ersten Lebensmittel in Chonnae und Phangyo eingetroffen. Die meisten Einwohner dieser Provinzen sind Fabrikarbeiter und daher besonders anfällig, da sie keine Möglichkeit haben, ihre eigenen Nahrungsmittel anzubauen und dadurch von dem öffentlichen Verteilungssystem abhängig sind, welches zuletzt im April erneut die Lebensmittelrationen kürzen musste. Daher brauchen die Bewohner*innen dieser Regionen dringend Hilfe.
Mais und Sojabohnen sind die Lebensmittel, die im letzten Jahr besonders von der Dürre und den darauffolgenden Überschwemmungen betroffen waren und einen Großteil der Ernährung der Bevölkerung ausmachen. Sie können auf vielfältige Weise gekocht und verarbeitet werden und somit eine gute und abwechslungsreiche Ernährung gewährleisten. Gerade Sojabohnen sind eine wichtige Proteinquelle und können zum Beispiel zu Bohnenpaste, Öl und Sojasauce verarbeitet werden.
Mission East hat bereits in den Jahren 2011 und 2012 Nothilfe für bis zu 50.000 Kinder in Kinderkrippen, Kindergärten und Waisenhäusern als Reaktion auf eine Ernährungskrise geleistet. Bei einem Besuch vor Ort erlebte unser Gründer Kim Hartzner damals, wie ernst eine Nahrungsmittelkrise vor allem für die Kinder ist, die so schwach und erschöpft waren, dass sie sich kaum auf den Beinen halten, manche sogar gar nicht aufstehen konnten.
Neben der Nahrungsmittelhilfe ist Mission East auch mit Projekten in Nordkorea aktiv, mit denen die Landwirtschaft vor Ort langfristig verbessert, widerstandfähiger und nachhaltiger gestaltet werden soll. In diesen Projekten erhalten Familien beispielsweise junge Obst- und Nussbäume und lernen diese in Hanglagen zu pflanzen. Die Bäume schützen den Boden vor Erosionen, während die Früchte und Nüsse zur Ernährung der Familien beitragen und ihnen durch den Verkauf auf dem Markt ein Einkommen verschaffen. Außerdem werden landwirtschaftliche Techniken vermittelt, mit denen die Erträge nachhaltig gesteigert werden können und Schulen, sowie Haushalte erhalten eine Wasserversorgung, da schmutziges Wasser Krankheiten verursachen kann, die zu Nährstoffmangel und Unterernährung führen. 
Hier erfahren Sie mehr zu dem Projekt der langfrstigen Nahrungsmittelsicherung.