Kim Hartzner berichtet aus Nordkorea | Mission East Germany

Kim Hartzner berichtet aus Nordkorea

Vor einer Woche begleitete unser Gründer Kim Hartzner unsere Nahrungsmittelverteilung in Nordkorea. Nachdem das Land Ende Februar bestätigt hat, dass es sich in einer Nahrungsmittelkrise befindet, haben wir Nothilfemaßnahmen für Kinderkrippen und Kindergärten, sowie für schwangere und stillende Frauen getroffen und versorgen 134 Kindertagesstätten und Kindergärten mit rund 400 Tonnen Mais und Soja, die vor Ort verarbeitet werden. Doch um flächendeckend Hilfe leisten zu können, würden mehrere Zehntausend Tonnen Nahrung gebraucht.

Hartzner besuchte die Kindereinrichtungen und stellte fest, dass einige Kinder bereits deutliche Anzeichen von Mangelernährung aufweisen und sowohl von akuter als auch von anhaltender Unterernährung betroffen sind. Es gibt Kinder, die zu klein sind und bei denen die Haare ausfallen. Sie sind blass und können sich teilweise nicht konzentrieren.

Zu der Missernte im vergangen Jahr kommt außerdem in diesem Jahr hinzu, dass ein großer Teil der Frühernte ausgefallen ist, da es bislang nur an drei Tagen geregnet hat. „Die Aussichten sind sehr düster, die Frühernte mit Weizen, Gerste und Kartoffeln, die die Situation in den nächsten 2-3 Monaten entspannen sollte ist viel zu gering ausgefallen und auch die Ernte im September könnte scheitern, wenn es nicht regnet“ sagt Kim Hartzner. Außerdem gebe es auf Grund der Wirtschaftssanktionen viel zu wenig Wasserpumpen und Treibstoff. „Die Menschen bewässern die Felder per Hand, mit Eimern oder Bechern“ berichtet Hartzner.

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